Ich mag keine guten Vorsätze – jedenfalls nicht die, die man sich gegen Ende des Jahres gebetsmühlenartig fasst. Ich habe immer das Gefühl, die kommen nicht aus freiem Herzen, sondern sind irgendwie in uns unter Druck entstanden. Man zieht Bilanz und denkt so „naja, irgendwas muss sich ändern und irgendwas muss ich ja sagen, wenn mich jemand sektbeduselt nachher fragt“.

Warum das keine gute Idee ist….

Ich halte das für keine gute Idee, denn die Gefahr, damit zu scheitern, ist riesig.Und führt zu noch mehr von dem Frust, aus dem sie entstanden sind. Im besten Fall führen sie zu blindem Aktionismus, der uns auf halber Strecke ohne Puste zurücklässt. Oder umgekehrt, dieses „Galgenfrist-Gehabe“: eigentlich will man ja abnehmen 2017… aaah ja, dann kann ich mir im Dezember ja nochmal ordentlich den Bauch vollschlagen.

Was wir brauchen, ist eine Vision und ein Plan.

Ok, „aber wie komme ich dahin“ fragst du dich jetzt?

Die Vision:

Die besten Ideen für deine Zukunft bekommt du in der Stille. Also zieh mal im wahrsten Sinne des Wortes den Stecker. Nicht immer einfach, aber ein paar Stunden genügen oft. Fahre raus – wenn möglich auch mal ohne Familie und/oder Begleitung. Atme durch und versuche zunächst alle Grenzen in deinem Kopf nieder zu reißen.
Denke, träume“groß“. Wo siehst du dich in einem Jahr? In 5 Jahren? In 10 Jahren? Wo wachst du auf? Mit wem? Mit wem möchtest du arbeiten? Möchtest du ein Team? Von wem möchtest du lernen? Was möchtest du nicht mehr machen?
Und zuletzt stelle dir „die Schlüsselfrage“: was würdest du tun, wenn ein Scheitern unmöglich wäre?

Aha… da ändert sich nochmal was an deiner Liste, nicht wahr?
Die Krönung ist, wenn du nun noch ein Symbol deiner Vision findest oder eine Collage baust, die du dir sichtbar irgendwohin hängst.

Wenn du keine Lust oder keinen Freiraum findest, die Vision allein zu entwickeln kann ich dir auch diesen Workshop empfehlen: www.create-your-year.com

Der Plan:

Nun brauchst du einen Plan, um in die Umsetzung zu kommen. Fang mit der Zeitschiene an. Schau dir deine Punkte an und überlege, wie lange du zur Zielerreichung brauchst. Egal, wie lange… und wenn du 10 Jahre brauchst!
Suche dir von den Zielen, die du am schnellsten und innerhalb des nächsten Jahres erreichen kannst, nun etwa 3 aus. Dies sind deine Fokusziele, mit denen du startest.

Für alle drei Fokusziele gilt es nun, Meilensteine zu erstellen. Brich deine Jahresziele in machbare Teil-Ziele herunter und terminiere diese. Erstelle für jedes Ziel eine Ressourcenliste: was genau benötigst du zur Erreichung deiner Ziele? Wer kann dir dabei helfen? Woher nehme ich mir die Zeit?

Deine Ziele solltest du regelmässig einer Überprüfung unterziehen. Wähle realistische Zeitabstände, etwa jeden Monat. Und fruste dich nicht, wenn das Leben mal wieder dazwischen gekommen ist, aber bleibe am Ball.

So, alles fertig? Dann kann 2017 ja kommen.

Erzählt doch mal, wie haltet ihr es mit den Vorsätzen?