Neulich war ich mit meiner Freundin im Storyteller-Club. Wir haben uns für 2017 vorgenommen, einmal im Monat etwas Neues, gern auch verrücktes auszuprobieren.
Das Format des „Urbanen Lagerfeuers“ schwappt aus München langsam nach Hamburg und wird ca.
einmal im Monat angeboten.

Im Januar wurde die Oberhafenkantine als Location gewählt und so fanden sich 18 Neugierige, weitestgehend einander nicht bekannte Menschen zusammen. Britta führte uns charmant durch den Abend. Was dann passierte …

Das Prinzip: zu jedem der drei Gänge wird eine Frage vorgegeben, über die man mit seinem Gegenüber diskutieren kann. Z.B. „Welcher Jahreswechsel ist dir in besonderer Erinnerung?“ Dazu gibt es auf jeder Karte noch ein wenig Inspiration und Denkanstösse.
Naja, also man sollte wohl über die Fragen diskutieren, aber ich glaube die meisten sind davon eh abgewichen 😉

Nach jedem Gang spielten wir munter die Reise nach Jerusalem, damit sich die Gesprächspartner und Tische neu durchmischen. Da es in der Oberhafenkantine (im Obergeschoß) sehr eng war, hat sich eigentlich meistens der ganze Tisch quer durcheinander unterhalten, sodass wir wirklich nicht nur das Gegenüber, sondern ganze Tische tauschen mussten – sehr lustig 🙂


Mein Erleben
: Zum ersten Gang saß ein junger aufgeweckter Mann mir gegenüber, weit gereist, beruflich viel unterwegs, sodass wir uns über verschieden Reiseziele unterhielten. Beim Hauptgang hatte ich das Vergnügen mich mit einer Frau auszutauschen, die gerade 2 Jahre mit ihrer Familie in Singapur gelebt hatte und sich wieder neu einleben muss und so die Möglichkeit sucht, ihren Bekanntenkreis zu erweitern. Beim Nachtisch ging es mit meiner dritten Gesprächspartnerin dann richtig in die Tiefe: gleiches Alter, ähnliche Ängste und Sorge.

Mein Fazit: Das Format ist klasse und vor allem alles andere als plump. Leider hatten wir ein wenig Pech mit dem Essen (eigentlich ungewöhnlich für die Oberhafenkantine), ich bin trotz 3-Gänge Menü nicht mal richtig satt geworden… was mich allerdings noch ein wenig mehr enttäuscht hatte, waren die vorgegebenen Fragen, die ich nicht wirklich inspirierend fand. Die könnt ihr oben auf dem Bild sehen – alle drei Fragen drehen sich um den Jahreswechsel. Da hätte für mich schon was provokantes und auch abwechslungsreicheres dabei sein dürfen.

In dem Zusammenhang hab ich mir mal Gedanken über ein paar wirklich gute Fragen gemacht und mich dabei von der Seite „mymonk“ inspirieren lassen:

1. Was ist gerade das Wichtigste, das Du in Deinem Leben tun kannst?

2. Was ist gerade die wichtigste Fähigkeit, die Du für Dein Leben erlernen solltest?

3. Was wolltest Du schon immer tun und hast es bisher trotzdem nicht getan – und warum?

4. Wenn Du eine 50-prozentige Chance auf Erfolg hast, wirst Du es wagen?

5. Was hast Du wirklich zu verlieren?

6. Was ist schlimmer für Dich – zu scheitern, oder es nie versucht zu haben?

7. Wann bist Du das letzte Mal aufgewacht und hast Dich frei und lebendig gefühlt?

8. Was hast Du mit den meisten Menschen gemeinsam?

9. Worin unterscheidest Du Dich von den meisten Menschen?

10. Was ist Deine größte Stärke und wie könntest Du sie (noch besser) für Dich und andere Menschen einsetzen?

11. Welche eine Sache in der Welt würdest Du gern ändern?

12. Wann fühlst Du Dich am meisten in „Deinem Element“, was liebst Du?

13. Welchen einen Ratschlag würdest Du einem Neugeborenen für sein Leben mitgeben?

14. Wenn alles gesagt und getan ist – wirst Du mehr gesagt oder getan haben?

15. Wofür liebst Du Dich?

16. Wie würdest Du Deine Lebensgeschichte in zwei Minuten erzählen – und wie könntest Du sie anders erzählen?

17. Wovor läufst Du weg … und was brauchst Du, um die Flucht zu beenden?

 

Na und nun sagt mir, welches die besseren Fragen sind! Welche davon bringt euch weiter? Nehmt euch ein wenig Zeit.. beantwortet jeden Tag eine Frage. Für euch im Stillen oder diskutiert sie mit Freunden. So schafft ihr Bewußtsein für die wirklich wichtigen Dinge!

Liebe Grüsse und eine schöne Restwoche!