Stolz wie Bolle war ich… so kam doch vor ein paar Tagen meine erste Kooperationsanfrage eines renommierten Online-Shops hier aus Hamburg. Einfach so. Ich meine, andere Blogger verschicken Anfragen an Unternehmen, um Kooperationen zu bekommen, und ich bekam… eine Anfrage. Toll toll toll, tanzte ich auf dem Tisch, erstellte mein erstes MediaKit und dachte noch…hmmm…. ob denen Trendsahne.de noch zu klein ist? Aber sie schrieben ja, wie toll denen meine Seite gefällt, wie authentisch alles wirke und mein Schreibstil und die Outfits passen so gut zu denen.

Und dann?
Ok, ich mir also ein kleines Konzept überlegt, welches Teil ich gern hätte und wie ich das inzeniere. Hat denen auch gefallen.

Und dann so mitten im Satz….“kennzeichnest du deine Kooperationen?“ „Ja, die würde ich kennzeichnen“. Ich meine, warum auch nicht… mir hat ein Blazer gefallen, ich habe ihn mir selbst ausgesucht, warum soll ich euch den nicht vorstellen als Teil des Outfits und entsprechend verlinken mit Hinweis auf die Kooperation?
Allerdings: wenn man gesponsorte Produkte nennt, muss man eine andere Link-Logik verwenden (sog. „nofollow“ links). Das ist für SEO nicht ganz soooo interessant, deshalb wollte das Unternehmen, dass ich davon absehe.

ABER: Leute, ganz klar. Das ist nicht nur verboten, das ist auch alles andere als authentisch. Hallo ich bin transparent und möchte das bleiben. Und ehrlich! Ich möchte euch nichts vormachen. Das spricht sich doch auch rum in der Bloggerszene? Auf jedem Blog, auf dem ich nun einen Link zu dem Onlineshop sehe, weiß ich doch gleich Bescheid. Ausserdem wird irgendwann Google das merken und der Shop fliegt aus dem Ranking. So ist es mal bei Interflora geschehen. Den case könnt ihr hier nachlesen. (Mich würde Google auch rausschmeissen, aber derzeit bin ich noch zu uninteressant für Google ;-))

Ich denke, die Kooperation hätte auch gut funktioniert, wenn ich geschrieben hätte, dass es eine ist und dass ich mir aber das Teil freiwillig ausgesucht habe und den Text dazu als meine freie Meinung geäussert hätte… auch klar, niemand hätte es bemerkt, dass ich das Teil zugeschickt bekommen habe. Einmal ist kein Mal? Und ob, für mich schon! Wie der kleine Buddha auf dem Bild habe ich meinen Rücken gerade gemacht, Luft geholt und alles weggeschoben.

Naja und dann hab ich die freundlichst zum Mond geschickt. Und gemeint, dass ich für weitere Anfragen gern zur Verfügung stehe, wenn sie ihre „Strategie“ überdenken.

Ein bisschen traurig bin ich schon, ich hatte ja auch Arbeit reingesteckt. Und es hätte so gut gepaßt. Aber ich muss Geduld haben. Schließlich steht es um Trendsahne und ihre Zahlen wirklich nicht schlecht! Und aufrichtige Unternehmen werden das bald merken 🙂

Also, bleibt bei mir! Schönen Abend!