Es gibt diese Aussage, dass jeder Mensch die Jahreszeit am liebsten mag, in der er geboren wurde. Was sagen denn die Januarkinder dazu ;-)?

Ich bin im September geboren und liebe diesen Monat. Ich liebe den Spätsommer: das Licht ist wärmer und weicher, die Farben der Natur werden satter, die frische Ernte zaubert Köstlichkeiten auf den Tisch, der leichte Sommerwein wird langsam in einen schweren Weißwein (oder auch Rotwein) getauscht. Die Herbstmode kommt! Auf die freue ich mich anfangs immer noch sehr. (Irgendwann, so im Dezember, bin ich dieses Gemummel dann auch schon wieder leid).

Ich mag es, mich abends in eine Decke zu kuscheln, Tee zu trinken und all die Bücher zu lesen, die ich in diesem Jahr nicht geschafft habe. Und eine neue Serie zu beginnen – endlich muss ich mich nicht mehr dafür rechtfertigen, nicht vor die Tür zu gehen.

Was ihr probieren müsst ist zwingend die Kürbisquiche! Ich habe sie jetzt schon mehrfach zubereitet und bei Einladungen mitgebracht (man kann sie super am Vortag zubereiten und kurz aufwärmen). Dazu gibt es diesen ganz wunderbaren französischen Weißwein! Den habe ich auf eine Blindverkostung kennengelernt und über Vivino gleich ein Kistchen bestellt: ein Chardonnay aus dem sonnenverwöhnten Languedoc und mit 13.5 % kein Leichtgewicht (und sooo legga!!!).

Hier kommt das Rezept (gefunden auf chefkoch.de, von mir abgewandelt):

Du brauchst (für 3 Personen):

150 g Mehl
1 Ei(er)
75 g Butter, kalt
Für den Belag:
400 g Kürbisfleisch (Hokkaido oder ähnlich aromatisch)
150 g Ziegenfrischkäse
3 Ei(er)
150 g Käse (Ziegenrolle) (hier kann man auch deutlich wenig nehmen – ganz schön mächtig sonst!)
1 TL Honig
2 Zweig/e Thymian
evtl. Wein, weiß
Muskat
Salz und Pfeffer frisch gemahlen
Butter und Mehl für die Form

Das Mehl, die kalte Butter und 1 Ei mit einer Prise Salz zu einem Mürbteig verarbeiten. 2 Stunden in Frischhaltefolie im Kühlschrank ruhen lassen (oder 30 Minuten ins Gefrierfach).
Danach ausrollen (2-3-mm-dick) und in eine gebutterte, bemehlte Quicheform geben. Gut festdrücken. Den Boden ein paar Mal mit der Gabel einstechen und etwa 15 Minuten blind backen (Gas Stufe 4). Überkühlen lassen.
Inzwischen den Kürbis schälen (wenn nötig, bei Hokkaido nicht notwendig), in etwa 1-cm-große Würfel schneiden und in Öl anrösten, dann auf kleiner Flamme fertig dünsten. Wer möchte, kann hier mit etwas Weißwein ablöschen.
Den Ziegenfrischkäse mit Salz, Pfeffer aus der Mühle und Muskat würzen und verrühren. 3 Eigelb sowie 1 TL Honig und die Blätter des Thymians (alternativ Rosmarin) dazugeben. Die 3 Eiweiße zu Schnee schlagen und unter die Ziegenkäsemasse heben.
Den Kürbis auf der Quiche verteilen und mit dem Guss bedecken. Über den Guss die Ziegenrolle bröseln. Im Backrohr bei Stufe 5-6 etwa 25 Minuten backen.

Guten Appetit!!!!!